Kategorie: Mel Ramos

Mel Ramos – The Pin-Up-Product-Paintings-Picture-Book

Mel Ramos The Pin-Up-Product-Paintings-Picture-Book Ausschnitt aus „The Pin-Up-Product-Paintings-Picture-Book“ Titel: The Pin-Up-Product-Paintings-Picture-Book Jahr: 2015  Technik: Offsetdruck Maße: 51,5 x 35 x 1,5 cm Edition: 99 St. Handsigniert

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Mel Ramos – Vintage Peek-a-Boo
Mel Ramos

Mel Ramos – „Vintage Peek-a-Boo“ Portfolio

Mel Ramos: Peek a boo Portfolio
(Vintage, 2015)
Mel Ramos präsentiert in seinem Portfolio „Peek-a-boo“ sechs einzigartige Motive auf je einem Blatt. Dieses ursprüngliche Meisterstück grafischer Pop-Art thematisiert beobachtende Heimlichkeit demonstrativ: Jede einzelne Zeichnung beschreibt einen weiblichen Akt, betrachtet durch das stilisierte, einrahmende Schlüsselloch. Auch in diesem Œu­v­re des Kaliforniers vereinen sich damit wieder Abstraktes und Realismus.

Die vielfältigen Modellzeichnungen spiegeln eine emotionale Bandbreite von freudiger Überraschung und kühler Wildheit zu neckischer Aufforderung und süßer Scheu bis zur sinnlichen Begierde und einem verruchten Angebot.
Post 1: Der überraschte Blick
„Versteckt im Dunkeln beobachtet uns die erste Frau durch das kleine Schlüsselloch, doch was wirklich unsere Aufmerksamkeit fesselt, ist der Ausdruck der Überraschung auf ihrem Gesicht. In der Ferne fragt sie sich: Wer ist der, der spioniert? Wer wagt es, mehr zu sehen als nur die Tür? In Mel Ramos’ ‚Peek-a-boo‘ sind die Frauen keine bloßen Objekte der Beobachtung, sondern aktive Subjekte, die mit einem festen Blick den Voyeur herausfordern. Die Überraschung wird zu einem Aufruf zur Reflexion: Wer hat hier eigentlich die Kontrolle?“

Post 2: Die verspielte Provokation
„Zwischen dem Geheimnis der Dunkelheit kann die zweite Frau ein schelmisches Lächeln nicht verbergen. Ihr herausfordernder Blick, der nur durch das kleine Loch zu erahnen ist, scheint zu sagen: ‚Ich habe dich gesehen… und was nun?‘ Das ist die Macht der Provokation in ihrer subtilsten und spielerischsten Form. Mel Ramos zeigt uns, wie Voyeurismus zu einem Machtspiel wird – ein Spiel, bei dem nicht immer der Beobachter die Oberhand hat.“

Post 3: Leidenschaft und Verlangen
„In dieser Illustration bietet sich die Frau mit einer unwiderstehlichen Sinnlichkeit an, ihre Präsenz ist so intensiv, dass man ihr Verlangen förmlich durch das Papier spüren kann. Aber täusche dich nicht – in der Welt von ‚Peek-a-boo‘ ist es nicht die Frau, die verwundbar ist. Wenn du ihr in die Augen schaust, trittst du einer direkten Konfrontation gegenüber, einer Provokation, in der die Rollen vertauscht sind. Es ist sie, die die Kontrolle hat.“

Post 4: Die schüchterne Verletzlichkeit
„Die vierte Frau schaut dich mit einer Mischung aus Schüchternheit und Neugier an, als ob sie dich einlädt, mehr zu entdecken, aber gleichzeitig unsicher ist, ob sie es zulassen soll. Mel Ramos fängt die Komplexität menschlicher Emotionen ein, wo Verletzlichkeit und Verlangen ineinander übergehen. Durch das kleine Schlüsselloch lädt sie uns ein, zu hinterfragen, ob das, was wir sehen, wirklich das ist, was sie zeigen möchte – oder ob wir, wie immer, nur einen Teil der Geschichte sehen.“

Post 5: Die wilde Freiheit
„Die Frau in dieser Illustration strahlt eine unbändige Kraft aus. Ihre Haltung, entschlossen und voller Attitüde, stellt jede Vorstellung von Unterwerfung in Frage. In ihrem Blick gibt es keine Angst, nur eine wilde Zuversicht, die uns zwingt, ihre Stärke zu bewundern. In ‚Peek-a-boo‘ zeigt Mel Ramos eine Seite der Frau, die sich weigert, kontrolliert zu werden, und fordert den Betrachter heraus, seine eigenen Vorurteile über Macht und weibliche Freiheit zu hinterfragen.“

Post 6: Das unerreichbare Bild
„In der letzten Illustration entfernt sich die Frau langsam vom Schlüsselloch, und wir erhalten einen fast vollständigen Blick auf ihre Schönheit, die jedoch ironischerweise noch unerreichbarer erscheint als zuvor. Hier spielt Mel Ramos mit der Ironie: Je mehr er zeigt, desto weniger gibt er preis, wodurch eine Distanz entsteht, die das Verlangen nur noch verstärkt. Die Frau wird nicht nur gesehen, sondern auch begehrt – und erinnert uns daran, wie komplex und facettenreich ein einziger Blick sein kann.“

Im 80. Jahr nach seiner Geburt konterkarierte Ramos die Verstohlenheit des Beobachters mit dem direkten Blick jedes Modells in die Augen des Voyeurs. Das „boo“ als englischer Ausruf zum spielerischen Erschrecken des Überraschten ergeht also von den Frauen an den leisen Betrachter – die vermeintliche Schwäche der Beobachteten offenbart sich als Überlegenheit der nicht-heimlichen Beobachterin.

Das symbolische schwarze Schlüsselloch zieht den betrachtenden Blick unwillkürlich auf das nur teilweise erkennbare Motiv. Allerdings bildet die letzte Zeichnung der Serie eine gewisse Ausnahme: Die weiter entfernte Schönheit erscheint nahezu vollständig – und damit ironischerweise noch unerreichbarer als ihre fünf Pendants.
Der klassische Farbcode blonder, rötlicher, brünetter und schwarzer Haare symbolisiert die enorme Komplexität weiblicher Phänomene grob vereinfacht. In dieser Zeichensprache lässt Ramos auch sechs individuelle Formen der weiblichen Brust sprechen.

Anfang und Ende der Ikonenserie macht ein jeweils blonder Akt. Querverweise zu „Gentlemen prefer Blondes“ (1953) und „Barbarella“ (1968) fixieren Peek-a-boo damit in den Hauptdekaden der Pop-Art, spezifisch den sich liberalisierenden 60ern. Bezüge zu Manets „Olympia“ oder Duchamps „Étant Donnés“ liegen im Voyeurismus kontra kühner Direktheit.
Ramos findet sich auch mit seinen sechs Peek-a-boo-Teilen wieder mühelos in der Riege von Lichtenstein über Rauschenberg zu Warhol ein. Dabei ersetzt der Amerikaner die teils abgenutzte, knallige flache Comic-Buntheit ohne differenzierte Kontraste mit seiner räumlichen Schattierung und vielfältigen Glanzlichtern. Jedoch gerät er nie in die lockende Nähe des Fotorealismus: Das Peek a boo Portfolio repräsentiert eindeutig anspruchsvolle Comic-Art.

Die sauber ausgeführten Giclée-Drucke mit Handsignatur und arabischer Nummerierung bleiben auf 80 ungerahmte Exemplare zu 45,5 x 34 Zentimetern limitiert. Damit verbindet sich die Bildserie auch technisch mit ihrem Inhalt: „Gicleur“ als französische Bezeichnung der ausführenden Inkjet-Düse teilt ihre Etymologie mit „giclée“.

Häufige Fragen und Antworten (FAQ):

Das sind ja Pin-ups! Darf man die denn heute noch zeigen? Sind die noch in?

Mel Ramos wurde 1935 geboren. Pin-up-Girls sind noch Teil seiner Lebensgeschichte. Früher gehörten sie einfach dazu. Aber die Frage ist natürlich berechtigt und wird von Ramos durch sein Werk gleichfalls gestellt.

Und wie lange beschäftigt sich Ramos schon mit Pin-up-Motiven?

Seit den 60-er Jahren. Zeitgleich haben auch Andy Warhol und Roy Lichtenberg das Pin-up als Teil der damals gültigen Bildsprache hinterfragt.

Peek-a-Boo“ – ist das ein Sechser, der im Pack kommt?

Die Lithografie mit dem Sechserpack heißer, nackter Mädels, die durch das Schlüsselloch sehen, gibt es nur 80 Mal. Das Werk ist handsigniert und die Girls kommen zusammen – in einer Mappe! Bei Galerie Zimmermann & Heitmann.

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Mel Ramos – Tallulah Tucher

Mel Ramos Tallulah Tucher inkl. Buch „Superman im Supermarkt“ Buch „Superman im Supermarkt“ Titel: Tallulah Tucher Jahr: 2015Technik: Lithographie auf KartonMaße: 23 x 16 cmEdition: 499

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Mel Ramos – Coco Cookie

Mel Ramos Coco Cookie inkl. Buch „Superman im Supermarkt“ Buch „Superman im Supermarkt“ Titel: Coco Cookie Jahr: 2015Technik: Lithographie auf KartonMaße: 23 x 16 cmEdition: 499

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Mel Ramos – Peek-a-Boo, The Towel

Mel Ramos Peek-a-Boo, The Towel inkl. Buch „Exceptional Editions“ Buch „Exceptional Editions“ Titel: Peek-a-Boo, The Towel Jahr: 2015Technik: DruckgrafikMaße: 24 x 18 cmEdition: 999 St.Handsigniert u.

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Mel Ramos – Navel Orange

Mel Ramos Werksverzeichnis „Mel Ramos. New Prints“ inkl. Grafik Navel Orange Buch „Mel Ramos. New Prints“ Titel: Navel Orange  Jahr: 2013Technik: Print auf BüttenMaße: 22 x

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Mel Ramos – Peek-a-Boo #4 Scarlett

Mel Ramos Peek-a-Boo #4, Scarlett Titel: Peek-a-Boo #4, Scarlett  Jahr: 2008 Technik: LithographieMaße: 80 x 59 cmEdition: 199 St.Handsigniert u. nummeriertPreis auf Anfrage Bei Interesse

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Mel Ramos – Hav-a-Havana #11

Mel Ramos Hav-a-Havana #11 Titel: Hav-a-Havana #11  Jahr: 2016 Technik: Siebdruck Maße: 89 x 60 cm Edition: 120 St. Handsigniert u. nummeriert Preis auf Anfrage

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Galerie 5

Eingang der Galerie 5, Gertrudenstraße 31, Köln.

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